Interview mit mir selbst - 1000 Fragen Nr. 7

by - Februar 20, 2018

Mein Blog besteht nun schon seit drei Monaten. Nicht besonders lang. Eine "Über mich"-Seite gibt es noch nicht. Und ich zweifele und frage mich häufig, ob es peinlich ist, einen Blog zu schreiben. Meine Antwort ist immer noch "irgendwie schon". Was ist, wenn meine Freunde und Kollegen den Blog zufällig finden und mich damit aufziehen? Und dann denke ich, dass es mir egal sein könnte, denn das, was ich hier schreibe, bin ich. Ich meine das wirklich ernst, denn ich bin schlecht darin, etwas Anderes vorzugeben.

Generell bin ich für mehr Persönlichkeit hinter den sozialen Medien. Umso schöner fand ich die Idee, mich an einer Fragerunde in Blogger-Kreisen zu beteiligen, bei der übers Jahr in wöchentlichen Dosen verteilt 1000 Fragen an mich selbst gestellt werden, die auch mal etwas persönlicher sein können (und ich muss ja auch nicht jede beantworten). Da das Jahr schon ein paar Tage alt ist, bin ich erst in der siebten Runde eingestiegen, aber besser spät als nie. Mehr dazu wie die Idee entstanden ist, findet ihr am Ende des Posts. 

Aber nun erstmal zu den Fragen dieser Woche: 1000 Fragen an dich selbst – #7



     
121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
Für mich ist Liebe immer wichtiger als Arbeit. Das ist auch ein Grund, warum ich täglich 400km für die Arbeit mit dem Zug fahre. Wenn ich betrachte, wie viel Zeit ich mit Arbeit verbringe, dann ist das schon erschreckend. Meine Arbeitstage sind von dem Zeitpunkt an dem ich das Haus verlasse, bis ich wieder zuhause bin unten weg 13 Stunden lang. Unter der Woche bleibt also nur sehr wenig Zeit für gemeinsame Zeit. Umso wichtiger ist daher das Wochenende, an dem ich versuche, nicht meine Mails zu checken oder noch ein paar Dinge am Arbeitsnotebook zu erledigen.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Schwierige Frage. Vielleicht, dass sie mich zu Sparsamkeit erzogen haben. Das lässt mich an vielen Stellen die käuflichen Dinge mehr schätzen. 

123. Sagst du immer, was du denkst?
Nein. Die Tonspur läuft aber häufig in meinen Gedanken weiter, was wahrscheinlich in einer Sitcom sehr komisch wäre, aber mein Gegenüber verletzen würde. Meist sind die Gedanken nämlich leicht sarkastisch angehaucht...

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
Ich habe noch nie einen Fernseher besessen und mag fernsehen auch überhaupt nicht (außer Tatort). Meistens schaut man doch nichts gezielt und dann ist es für mich Zeitverschwendung.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
Wahrscheinlich, dass ich im Studium nicht unterstützt wurde.

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?
Bananen oder Perlenohrringe.

127. Verliebst du dich schnell?
Nein. 

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
Meistens mache ich mir Sorgen darüber, ob der Zug morgen fährt. 

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
Freitag. Wir haben bei uns an der Arbeit Casual Friday und ich kann meine (vermeintlich) sportliche Seite ausleben. Die Kollegen sind gut gelaunt und das Wochenende liegt noch vollständig vor mir. 

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
Dass ich mir selbst ermöglicht habe zu studieren und es bis zum Abschluss durchgezogen habe. Es war zu keinem Zeitpunkt selbstverständlich, diesen Weg zu gehen und mir wurden viele Steine in den Weg gelegt. Vielleicht schreibe ich dazu noch mal einen gesonderten Beitrag. 

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?
Diese Frage stelle ich mir tatsächlich manchmal und sie wechselt je nach dem, mit was/wem ich mich gerade beschäftige. Aktuell wäre es wahrscheinlich Michael Kurth aka Curse, dessen Buch "Stell dir vor, du wachst auf" ich lese. 

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
Ja. Sowohl berühmt als auch unerreichbar berühmt ;-). Ich weiß genau, wer das liest und mich heute Abend fragt, wer das jeweils war!!!

133. Was ist dein Traumberuf?
Redakteurin. Ist es eigentlich schlimm, wenn das nicht mein aktueller Beruf ist?

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
Nein, überhaupt nicht. Ich musste immer wieder erfahren, dass ich auf mich selbst gestellt bin und mir im Zweifel niemand hilft. Das hat aber dazu geführt, dass ich Methodenwissen entwickelt habe, wie ich an jegliche Probleme herangehen kann. 

135. Was kannst du nicht wegwerfen?
Bücher, Jahrgangs- und Band-T-Shirts, zugeschickte Geburtstags- und Postkarten, Fotos. Also alles, was mich irgendwie an eine Zeit oder Personen erinnert oder einen gewissen Wert hat.
136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?
Ha ha, jetzt wird es peinlich. MyDealz (ich alter Schnäppchenfuchs) und Facebook. 

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?
Ja.

138. Hast du schonmal etwas gestohlen?
Ja, als Kind mal das Federmäppchen einer Freundin mitgehen lassen und neulich hab ich einen Hefewürfel versehentlich nicht aufs Band gelegt - wirklich nicht absichtlich! Ich rechne heute noch damit, vom Blitz erschlagen zu werden.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?
Ich habe selten Gäste, die ich bekoche, ich würde sagen, Zucchini-Schafskäse-Quiche - gelingt immer und lässt sich super vorbereiten.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?
Apple Store :-). 

Puh. Das waren sie, meine ersten Fragen aus 1000. Ich musste bei einigen Fragen wirklich länger nachdenken. Aber das hat unerwartet viel Spaß gemacht!

Und nun zum Hintergrund: Unter dem Titel "Selbstfindung, Selbstfürsorge und 1000 Fragen an dich selbst" schreibt Johanna vom Blog "Pinkepank" (www.pink-e-pank.de/) jede Woche eine neue Folge ICH. Sehr persönlich beantwortet sie den Fragenkatalog, den sie einst aus einer Beilage des Flow Magazins entnommen hat. Inzwischen ist ein regelrechter Mitmachwahn (im positiven Sinne) entstanden und es tun ihr eine Vielzahl Blogger gleich. 

Würde mich freuen, wenn ihr mir verratet, wie ihr die Idee mit den 1000 Fragen findet! Bis zur nächsten Runde!

Eure Desirée

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