Frühstück im Club - Moxy Frankfurt East / Hotel

by - März 02, 2018

In den nächsten Wochen werde ich wieder beruflich viel unterwegs sein. Auf der einen Seite, viele Möglichkeiten, neue Orte zu entdecken, aber wie ich schon in einem meiner ersten Posts beschrieben habe, werde ich in vielen Städten nicht viel mehr als das Hotel sehen. Warum also nicht eine Tugend daraus machen und ein wenig darüber berichten? 




   
Ich habe schon zu Beginn dieses Blogs darüber nachgedacht, über meine Hotelaufenthalte zu schreiben. Erst dachte ich, das sei eine ziemlich langweilige Geschichte - schließlich kann sich jeder die bekannten Hotelportale aufrufen und dort genügend Eindrücke sammeln. Aber wenn es darum ginge, nur über das zu schreiben, was es nicht schon irgendwo gibt, dann wären Blogs meist im Ganzen überflüssig. Was zählt sind doch die persönlichen Erlebnisse und die Meinung des Autors - in diesem Fall meine ;-). 

Meine letzte Dienstreise war eigentlich gar keine, aber die Veranstaltung, die ich betreute habe, war erst so spät zu Ende, dass ich nicht mehr mit dem Zug nach hause gekommen wäre. Also musste ein Hotel in Frankfurt her. Ich habe mir das Moxy Frankfurt East in der Hanaur Landstraße ausgesucht, was eine Unterkategorie der Marriott Hotels ist. 



   
Club, Jugendherberge oder was?

Da ich also mitten in der Nacht ankam, war im Moxy noch die pure Club-Atmosphäre in der Lobby am Start. Erst hatte ich Bedenken (hier kommt wieder die Ü30 und Vernunft zum Tragen), dass die Clubmusik und die Straße mich nicht schlafen ließen. Aber weit gefehlt. Im Zimmer war es wirklich still und weder die Musik noch feiernde Gäste waren zu hören. An der Rezeption war ich etwas irritiert, dass ich geduzt wurde, schließlich stand ich im Kostüm da (nicht Fasching...). Das ließ mich glauben, dass ich in einer etwas besseren Jugendherberge abgestiegen war. Aber auch das bestätigte sich (Gott sei Dank) nicht, obwohl ich erstmal einen Wandschrank im Zimmer suchte, der nicht existierte. First World Problems.




   
Der Teufel steckt im Detail

Auch ohne Wandschrank und mit Sichtbeton Decken ist das Moxy East keine Low-Budget-Bleibe. Wie ich Schlaufuchs darauf kam, folgt jetzt: Am nächsten Morgen duschte ich gegen meine normale Routine mit den Hotelseifen und Shampoo. Den ganzen Tag umgab mich eine Duftwolke aus... sagen wir Kaugummi. Ich fühlte mich direkt 10 Jahre jünger. Was ich am Anfang als sehr störend empfand, fand ich dann doch ganz nett, meine Haare waren wirklich noch 2 Tage später in einer super Verfassung. Daraufhin habe ich das Shampoo mal gegoogelt. Für ca. 5 Euro pro 100ml ist man bei der Marke Muk beim Shampoo dabei... Kennt das irgendjemand überhaupt?





   
Das Zimmer mit einem Queensize Bett war übrigens für meinen Geschmack ausreichend groß, sogar etwas größer und komfortabler als man es zum Beispiel von MotelOnes kennt, die ich auch ganz gern heimsuche. An den Wänden standen nette Sprüchlein und insgesamt war alles auch sehr neu. Ich meine recherchiert zu haben, dass das Hotel erst im letzten Jahr eröffnet wurde.


   
Und ich habe wirklich richtig gut geschlafen! Normalerweise schlafe ich im Hotel echt ziemlich häufig schlecht. Die Nacht war nur leider viel zu kurz. Aber auf zum Frühstück!

Frühstück im Club

Was wirklich witzig war, beim Frühstück in der Lobby begrüßte mich die gleiche Club-Atmosphäre wie in die Nacht. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber es ist wunderbar, vollkommen frisch, ausgeschlafen und erholt in einen Club zu gehen. Zumindest fühlte es sich so an. Das Frühstück war bombastisch! Wer dort nicht fündig wird, dann weiß ich auch nicht weiter. Die unterschiedlichen Müslis, Cornflakes mit Einhornzucker, Sojamilch, Laktose freie Milch, eine riesige Auswahl an Tees, das leckerste Brot auf diesem Planeten und eine Art herzhaft Ecke mit Barbecue Soße. 

   
Was nicht dabei war, aber woran ich mich im wahrsten Sinne des Wortes schon satt gegessen habe, waren Klassiker wie Bacon und Rührei (oder ich habe das nicht gesehen). Einziges Manko ist meiner Meinung nach, dass der Kaffee nur aus Vollautomaten kommt. Ja, das Prinzesschen hätte gern einen Barista zum Frühstück. Einbildung oder nicht, ich vertrage den Vollautomaten Kaffee nicht so gut. Aber ein Espresso mit ausreichend Sojamilch war perfekt! Bei den Pancakes war ich mir nicht sicher, ob es nicht Fertigprodukte waren. Aber auch bei den Speisen und Getränken wurde nicht gerade gespart. Es fanden sich viele Marken- und Hipsterprodukte wieder.

   
Fazit: Gerne wieder! 

Ich war wirklich begeistert von diesem Hotel! Was ich gerne noch getestet hätte, war der Fitnessraum, aber da ich nicht freizeitmäßig da war, war dafür leider keine Zeit. Der Preis für die Übernachtung und Frühstück waren in Ordnung, Zimmer gibt es laut Internet ab 62 Euro. Wer übrigens gern nach den etwas besonderen Hotels sucht bei seinem Städtetrip, dem kann ich außerdem noch die Webseite My Boutique Hotel empfehlen. Hier findet sich das ein oder andere Schätzchen, meist fernab von den gängigen Hotelketten.

Mich würde mal interessieren, wie ihr euch hauptsächlich über Übernachtungen in Hotels in anderen Städten informiert. Nutzt ihr immer nur die bekannten Hotelportale?

Eure Desirée

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